• Weil eine Einzelabwahl mit anschließender Nachwahl tendenziell dazu führt, dass eine (möglicherweise knappe) Mehrheit sehr deutlich überrepräsentiert wird. Im Extremfall können knapp über 50% das Kuratorium komplett selbst besetzen, indem sie die 49,x% abwählen.

    Patrick Botherfield
    Kingdom of Albernia

  • Ich bin zwar jemand, der Klüngeleien vermutet, aber ob jemand so krank ist, das durchzudrücken? Da müsste man aber mit krankheiten, Urlaub und anderen Abwesenheiten sehr genau rechnen. Ob sich das dann für eine Karte lohnt?

  • Ich sage ja nicht, dass der Extremfall eintritt (angesichts mehrerer Jahre MN-Erfahrung würde ich es allerdings auch nicht hundertprozentig ausschließen...), aber die Tendenz geht in diese Richtung. Und wenn eine Kuratorenstelle nachzubesetzen ist, wird bei einer Nachwahl selbst ohne böse Klüngelabsichten die ohnehin vorhandene Mehrheit weiter gestärkt.

    Abwahl einzelner Kuratoren heißt eben, dass der Mehrheit missliebige Kuratoren durch bequemere ausgewechselt werden können.

    Patrick Botherfield
    Kingdom of Albernia

  • Man könnte ja auch einfach davon ausgehen das die Mehrheit nicht danach handeln wie (un-)liebsam eine Person ist, sondern wie gut sie ihre Arbeit macht. Mir persönlich ist das wurscht wer da sitzt, wenn er seine Arbeit (gut) macht, dann hat er meine Stimme, wenn nicht, dann nicht. Wie Pharao schon sagte, wenn einer gute Arbeit macht braucht man ihn nicht abwählen und ich denke da denkt die nicht ganz so knappe Mehrheit auch so darüber.

    Und letztlich, dieses "Argument" mit der evtl. knappen Mehrheit, ja mein Gott, dann darf man die Orga gar nicht erst gründen weil sich vermutlich immer für alles eine (knappe) Mehrheit finden wird und somit immer irgendwer evtl. den "Kürzeren" ziehen wird. Wenn wir schon davon ausgehen das eine Mehrheit eine Minderheit (ich vermute wir wissen alle von welcher Minderheit wir mal wieder sprechen) unterbuttern möchte, dann würde sich das ohnehin nicht nur auf diese Vorstandsmitglieder beschränken, dann würde man einfach diese Grundordnung alsbald einfach mit der Mehrheit ändern und fertig.

    Also entweder wir hören jetzt mal wirklich endlich auf ständig in Grüppchen zu denken, oder wir können es gleich lassen. Gehen wir einfach vom Leistungsprinzip aus, alleine hier habe ich einige Kandidaten gesehen die sich doch sehr engagieren und denen ich durchaus meine Stimme geben würde (und da sind sogar ein paar GFler drunter).

    Also, ran jetzt.

    Ryu Chishu

  • Zitat

    Original von Ryu Chishu
    Man könnte ja auch einfach davon ausgehen das die Mehrheit nicht danach handeln wie (un-)liebsam eine Person ist, sondern wie gut sie ihre Arbeit macht. Mir persönlich ist das wurscht wer da sitzt, wenn er seine Arbeit (gut) macht, dann hat er meine Stimme, wenn nicht, dann nicht.


    Möglicherweise habe ich etwas falsch verstanden, aber bislang dachte ich, dass die unbedingt von der AIC zu übernehmende Eigenschaft sei, dass ein langes Regelwerk jede theoretische Möglichkeit vermeiden soll, dass danach gehandelt wird, welche Personen (un-)liebsam sind.

    Wenn das nicht mehr gilt und alle vernünftig und objektiv entscheiden, könnten wir auch einfach einen Kartenzeichner engagieren und den Blödsinn mit dem Regelwerk, Vollversammlung, Kuratorium, Direktorium, Gericht und was weiß ich noch alles lassen. Es wird ja nie zu Streit kommen, weil die Mehrheit vernünftig ist und daher automatisch alle mit den Entscheidungen des Kartenzeichners einverstanden sind. Oder doch nicht?

    Patrick Botherfield
    Kingdom of Albernia

  • Meine Aussage bezog sich wohl für jeden deutlich verständlich (oder auch nicht) auf die Personen welche die besagten Funktionen ausüben möchten. Hier scheint die selbsternannte Minderheit ja schon fast eine Phobie zu entwickeln das die dunkle Seite der Macht (genannt Mehrheit) ja nichts anders im Sinn hätte als möglichst jedweden GF-Funktionär aus irgendwelchen Ämtern zu wählen.

    Ich spreche auch nur für mich und nicht für die AIC oder sonstwen, aber ich halte es durchaus für realistischer das sich eine notwendige Mehrheit für eine "Amtsenthebung" nur dann findet, wenn es auch einen objektiven Anlass dafür gibt. Sicherlich wird es immer persönliche Differenzen zwischen einzelnen geben, aber ich bezweifle zumindest für meine Person stark das ich deswegen irgendwelche Verfahren anstreben würde und selbst wenn, das ich genügend Leute finden würde die mir auch einfach aus dem Grunde des "Nicht-Mögens" folgen würden.

    Ganz ehrlich, einiges was im Laufe dieser Konferenz gesagt wurde stieß mir gegen den Kopf, da muss ich als Mensch zugeben das mir so mancher auch nicht gerade im sympathisten Licht erscheint.

    ABER!!!

    Wenn sich wer auch immer zur Wahl stellt, mich überzeugt das er es kann, dann wähle ich den Herren auch -> egal was ich nun persönlich von ihm halten würde. Ich bin doch froh wenn engagierte Leute da sind die sich darum kümmern und solange die kein Schindluder treiben sehe ich auch keinen Grund meine Stimme für eine Abwahl zu mobilisieren. Denn ebenso wie man mich zur Wahl überzeugen sollte, sollte man mich auch objektiv zur Abwahl überzeugen.

    Jemanden abzuwählen nur weil sein Name mit X statt mit Y beginnt ist denke ich nicht die Art wie die Mehrheit der Anwesenden verfahren würden.

    Ryu Chishu

  • Wir müssen doch nicht ernsthaft auf der Grundlage diskutieren, dass wir uns hier gut verstehen, oder? Das wäre natürlich ganz reizend, aber so läuft der Laden nicht.

    Zitat

    Original von Pharaoh
    Wieso komplett abwählbar? Es ist doch unsinnig Kuratoren, die gute Arbeit machen dafür zu bestrafen, dass einer nichts oder schlechte Arbeit macht.


    Es besteht die Gefahr, dass jede Einstellung eines einzelnen Kurators anschließend mit einem Misstrauensvotum bestraft, gerade bei der durch misstrauensvollen Stimmung, mit der sich die Beteiligten dieser Gespräche hier seit Wochen begegnen. Das kann man nun beklagen, aber ob es dann nicht sinnvoller ist, eine Lösung zu finden, die das unmöglich macht, sollte man zumindest ernsthaft diskutieren und nicht gleich disqualifizieren.

    Jonathan Metternich Hughes

  • Wo soll denn da ein Konflikt aufkommen bei den Aufgaben? Die Kuratoren sollen Einträge bearbeiten, da werden die einzelnen Bögen nicht mit Name versehen veröffentlicht und auch Gebietserweiterungen werden nach Regelwerk bearbeitet. Das wird sowieso nach der Mehrheit der Kuratoren entschieden, birgt also nur Gefahren, wenn es nicht regelgerechte Entscheidungen gibt, die durch Klüngelei entstehen. Dann kann man immer noch das Problem ansprechen, aber ich bezweifle, dass dieses Problem so häufig auftreten wird.

    Und Änderungsvorschläge bei Problemen bei den Abläufen bleiben Vorschläge.

    Es soll mMn darum gehen, dass man Kuratoren abwählen kann, wenn sie nichts machen oder sie irgendwelche krummen Dinger drehen wollen, in welcher Weise das auch immer geschehen mag.

    Alle dafür zu bestrafen, weil einer z.B. inaktiv wird, finde ich schwachsinnig. Wenn man Klügelei des Kuratoriums vermutet, wird man eh ein Misstrauensvotum gegen alle starten.

  • Ich denke es geht den Herren darum das sie eine Klüngelei der Mehrheit befürchten gewisse Kuratoren einfach mal so abzuwählen und dann den Nachrücker durch ihre Mehrheit durchzudrücken.

    Ryu Chishu

  • Zitat

    Original von Pharaoh
    Die Kuratoren sollen Einträge bearbeiten, da werden die einzelnen Bögen nicht mit Name versehen veröffentlicht


    War nicht vorgesehen, dass die Sitzungen des Kuratoriums öffentlich sind?

    Patrick Botherfield
    Kingdom of Albernia

  • Zitat

    Original von Pharaoh
    Alle dafür zu bestrafen, weil einer z.B. inaktiv wird, finde ich schwachsinnig. Wenn man Klügelei des Kuratoriums vermutet, wird man eh ein Misstrauensvotum gegen alle starten.


    Wäre es nicht intelligenter und konfliktärmer, da eine automatisierte Regelung einzufügen (à la "Bleibt ein Kurator fünf Abstimmung in Folge fern, verliert er sein Amt")? Dazu sollte es gar kein Votum brauchen und eine Auto-Regel erspart uns auch permanente Diskussionen darüber, wie inaktiv man sein muss, um inaktiv zu sein.

    Jonathan Metternich Hughes

    Einmal editiert, zuletzt von Jonathan Metternich (31. August 2008 um 23:23)

  • §2,2: zu starr, hier braucht es eine Ausnahmeregelung, falls der Delegierte unerwartet verhindert sein sollte und wichtige Entscheidungen (Veto, etc.) anstehen.

    Resolutionen, wie in meinem Vorschlage vorgesehen, fehlen völlig. Das ist sogar ein Rückschritt gegenüber der GF: auch dort hatte man erkannt, daß es sinnvoll ist, juristische Normen definieren zu können, ohne gleich die Bylaws ändern zu müssen.

    §7: Das System funktioniert nur richtig, wenn die Mitglieder des Direktoriums, zumindest der Direktor, dem Kuratorium entstammen.

    Abschnitt V: bei drei Richtern kann bei §10,3 "einfache Mehrheit" entfallen - in einem Dreier-Gremium gibt es nur eine Mehrheit. Die Amtszeit der Richter ist zudem deutlich zu kurz, um ihnen wahre Unabhängigkeit zu gewähren.

    §14,3+4: abenteuerliche Konstruktion. Das Kuratorium muß einen Reservierungsantrag genehmigen, das Direktorium kann ihn aussetzen? Das ist ein schwer verdaulicher Legitimationssalat.

    Generell: wenn von der GF-Seite immer wieder ausufernde Bürokratie und langwierige Prozesse angekreidet wurden, dann frage ich mich, ob dieser Regelwerksvorschlag ein verspäteter Aprilscherz sein soll. Nicht ein umfassendes Regelwerk, sondern langsam mahlende Mühlen sorgen für das, was allgemein als "bürokratisch" empfunden wird, und in dieser Hinsicht leistet der aktuelle Entwurf wahrlich hervorragende Arbeit: alles muß vom Kuratorium abgesegnet werden, einem für MN-Verhältnisse recht großem Gremium (was das heißt, brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen). Bürokratie-Abbau? In keinster Weise; zudem habe ich das Gefühl, daß das Direktorium bei einem solchen Kuratorium reichlich überflüssig wird - das von mir gewählte System ist so aufgebaut, daß die Executive stark und "decisive" (kann man leider in diesem Kontext nicht ohne größere Verrenkungen übersetzen) agieren kann; wenn man hingegen das Direktorium in reine Verwaltungsaufgaben zurückdrängen will, kann man es gleich streichen und durch einen unter den Kuratoriumsmitgliedern rotierenden Verwaltungsposten ersetzen. Im aktuellen Vorschlag fällt zudem die Prärogative des Direktoriums (§8,1) krass aus dem Rahmen der sonstigen Kompetenzen.

    Fazit: mit Verlaub, aber wenn man unseren Entwurf als amateurhaft bezeichnet hat, dann ist es dieser Vorschlag erst recht. Nicht nur, daß mich diese Hyperkompaktierung stört (mehr ist manchmal weniger, übersichtlich ist nicht immer das, was die wenigsten Zeichen hat), auch enthält er einige schwerwiegende Konstruktionsmängel, die für mich untragbar sind.

  • Ihr Vorschlag wurde als inhaltlich für einige Staaten nicht zufriedenstellend kritisiert. Das ist ein himmelweiter Unterschied zum von Ihnen Beschriebenen und es erfordert eine gehörige Portion Chuzpe, darauf zu setzen, dass dies niemandem auffällt.

    Mit dem Rest befasse ich mich später, wenn ich nicht die Befürchtung haben muss, dass hier wieder einmal das alte Spiel gespielt wird.

    Jonathan Metternich Hughes

  • Zitat

    Original von Jonathan Metternich
    Ihr Vorschlag wurde als inhaltlich für einige Staaten nicht zufriedenstellend kritisiert. Das ist ein himmelweiter Unterschied zum von Ihnen Beschriebenen und es erfordert eine gehörige Portion Chuzpe, darauf zu setzen, dass dies niemandem auffällt.


    Ich lese auch zwischen den Zeilen und bin mir ziemlich sicher, diese Kunst auch zu beherrschen, denn was ein gewisser Christian A. zu meinem Vorschlag sagte, brauche ich hier wohl nicht wiederzugeben.

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