Beiträge von Wen Cheng Chang

    Ich spreche mich ja gar nicht für 1:1 Kopien aus, aber so gewisse Grobzusammenhänge sähe ich eben doch gerne gewahrt. Während man bei diesen allzu kreativen Lösungen ständig erklären und definieren muß, erschließen sich in an die (historische/jetzige) Realität angelehnten Mikronationen Zusammenhänge bereits durch Schlüsselbegriffe. Da braucht dann ein Spieler teilweise bloß einen Begriff in den Raum zu werfen und die anderen können durch ihr Weltwissen reagieren und eine spannende und schlüssige Simulation aufbauen, deren reiz darin liegt weiter in die Materie vorzudringen.

    Nehmen wir mal Dreibürgen, daß sich teilweise an das wilhelminische Deutschland anlehnt, da ergeben sich gewisse Zusammenhänge einfach von selbst, ohne daß man sich erst künstlich darüber klar werden müßte, was denn Monarchie, Militär oder Untertanengeist für dieses Land bedeuten. Man hat eine Grundlage die im Weltwissen eines durchschnittlichen Deutschen zumindest soweit umrissen ist, daß er davon ausgehend einigermaßen plausibel Handlungen konstituieren kann. as wäre bei einem völlig im luftleeren Raume schwebenden Gebilde nicht der Fall, potentielle Spieler müßten sich aufwendig einlesen oder die allgemeine Flüssigkeit und Qualität der Simulation litte über Gebühr.

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    Denn genau mit dieser Einstellung "tötet" man die Kreativität und neue innovative und kreative Staaten werden nie auf die Charta kommen.

    So lange man gute Konzepte hat, die sich mit etwas Phantasie einfügen lassen, stören auch "übriggebliebene" Germanen oder Römer oder was weiß ich in einer im großen und ganzen stärker am RL orientierten Welt nicht, sondern bereichern. Was stört, ist eher, wenn Länder , die für die Geschichte des zum Vorbild genommenen Staat wichtig waren komplett fehlen oder an der ganz falschen Stelle liegen.

    Bis jetzt sollen dazwischen noch Wislanien als Polen, Korland als Ostpreußen und dann Tauroggen quasi als Deutscher Orden, da verhandle ich gerade mit den betreffenden Parteien, aber selbst dann könnte Andro noch ein Stück nach Westen - zumindest was den Süden anbetrifft, den nördlichen teil könnte man ja für baltische Simulationen freilassen. Mir geht es da weniger um gewaltige zusätzliche Gebietsausdehnungen, mehr die verknüpfende Funktion.

    Dazu ein noch von keiner Seite vollständig angenommener Entwurf, allerdings sind sich zumindest Korland und Tauroggen soweit einig, daß wir uns einig werden können.

    [Blockierte Grafik: http://www.abload.de/img/taukor2nif.gif]

    Sagen wir es mal so, wenn alle so kreativ wären wie Irkanien, dann wäre so eine Grobeinteilung wirklich überflüssig, aber so lange die meisten doch nur mit ein paar oberflächlichen Änderungen kopieren, wünsche ich mir die kulturell-anthropologischen Zusammenhänge erhalten, denn die machen eine stringente Simulation erheblich leichter.

    Wie wäre es, wenn dieser scheußliche Graben westlich von Andro endlich mal zugeschüttet würde und Andro sich dementsprechend etwas nach Westen ausdehnt? Rußland ist schließlich ein Teil Europas, das man bedauerlicherweise auf dieser Karte in drei Teile zerhackstückt hat.

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    Original von Michael Schneider
    Früher war das in den MNs eben Konsens sowas nicht zu machen..ich merke schon dass man heutzutage von solchen Codices nichts mehr hält die auf Ehre setzen...

    Dann müßte es aber auch einen Kodex geben, der zur Mäßigung mahnt, anderen nicht die besten Gebäude und Wappen wegzuschnappen, oder sie immer wieder neu zu verteilen. "Fair play" umfaßt ja auch Chancengleicheit und warum sollte sich der Nachgekommene mit den Krümeln begnügen.

    Aber ich bin prinzipiell auch der Meinung, daß man nach Möglichkeit nicht unbedingt sein Konzept und seine Bilder bereits vorhandenem - insbesondere wenn man Kenntnis davon hat - über Gebühr annähern sollte, nicht daß wir uns da falschverstehen. Nur ist das für mich eben eher eine Selbstverpflichtung, als ein Anspruch eines anderen mirgegenüber.

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    Du hättest also kein Problem damit, wenn plötzlich jemand ein Nordkorea macht und die gleichen Symbole und Bilder nimmt wie ihr? Viel anderes gibt es aus nordkorea ja nicht. Immerhin ist Nordkorea kein China wie ihr, also wäre das deiner Meinung nach ja vollkommen okay. Das will ich sehen. ;)

    Nun gut, ob ich davon begeistert wäre, ist die eine Sache, andererseits hätte ich kaum Argumente dagegen, daß ein anderer gleiches Bildmaterial verwendet, warum sollte ich da einen Exklusivanspruch drauf haben? Wir verwenden ja auch hauptsächlich Bilder aus Nordkorea, weil entsprechendes Bildmaterial über China 20-30 Jahre alt sein müßte und dementsprechend schwer heranzukommen ist. Wenn natürlich Xinhai als solches komplett kopiert würde, sähe die Sache anders aus. An Symbolen haben wir ja eigentlich nur Hammer und Sichel mit Pinsel übernommen, wenn ein anderer das auch benutzen würde, müßte man sich ggf. darüber einigen, warum es beide benutzen, aber das ist eine Frage der Abstimmung.

    Eine andere Frage ist natürlich, ob man jemanden, der von Anfang an nicht bereit ist kooperativ zusammenzusimulieren auf der Karte neben sich lassen solllte, da sage ich dann durchaus nein. Allerdings stellt sich das Problem ja in diesem Fall nicht.

    Mir ist die betreffende Passage des Regelwerks durchaus vertraut, da steht folgendes:

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    (2) Plagiarismus wird nicht geduldet. Reservierungs- und Eintragungsanträge sind abzulehnen, wenn sie durch einen Staat gestellt werden, dessen Name oder Konzept offensichtlich von einem anderen Staat kopiert wurde oder wenn sie der heimtückischen Schädigung eines anderen Staates dienen.

    Es ist von offensichtlichem Kopieren von Namen oder Konzepten die Rede, aber keineswegs von frei für jedermann verfügbaren Graphiken, die ein anderer virtueller Staat weder als seine Idee noch sein geistiges Eigentum beanspruchen kann. Für mich gibt es das jedenfalls nicht her.

    da fällt mir nur das alte deutsche Sprichwort ein: "Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus.". Das war seitens des Delegierten der DU kein Hinweis, sondern vielmehr eine Aufforderung auf Unterlassung. Mir wäre allerdings neu, daß man als Privatmann oder Mikronation Rechte an abgekupferten mitunter jahrhundertealten preußischen, bayerischen, spanischen oder sonstigen Wappenteilen hätte. Ein Plagiat gegenüber der DU ist es ja schon deshalb nicht, weil diese mit dem Adler keine eigene geistige Schöpfung vollbracht hat und deshalb daran auch keine Urheberrechte besitzt. Daß es vielleicht aus simulatorischen Gründen sinnvoll wäre, wenn einer der beiden ein anderes Wappentier verwendet, oder man sich da gemeinsam eine Begründung ausdenkt, ist nicht von der Hand zu weisen, aber doch in dieser Hinsicht eher unerheblich.

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    Trotzdem wuerde mir ein "Islamistischer Schurkenstaat" nicht gefallen. Denn erstens werden viele solche Staaten nur gegruendet, weil jemand sie vermisst - was nur dazu fuehrt, dass sie dahinvegetieren, weil das Spielkonzept viel zu eingeschraenkt ist. Was soll ich da noch gross weiter ausgestalten, ausser der Aussenpolitik?

    Natürlich ließe sich das machen, man müßte nur von einer stumpfen Schwarz-Weiß-Politiksimulation wegkommen und die die Nuancen zwischen religiösem Fanatismus, Massenmanipulation und ökonomischen Aspekten aufgreifen, dazu kämen die Feinheiten der Auslegung des Korans. Ferner könnte das Leben der normalen Menschen, bzw. auch der Führungsschicht in diesem System mit seinen ganzen Widersprüchlichkeiten, privaten Nieschen und sozialen Verhältnissen aufgegriffen werden. Das wäre eigentlich wesentlich exotischer als England, Frankreich und Spanien in drei Provinzen zusammenzulegen und dann Parteipolitik zu betreiben. Es scheint nur daran zu scheitern, daß sich viele nicht in so ein System einfinden können oder wollen, aber so abwegig ist es doch gar nicht; man stelle sich vor, man wäre in Persien zur Welt gekommen, dan müßte man sich auch überlegen, wie man in diesem System funktioniert, vorankommt und sich seinen Platz sucht.

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    f. Kartenausschnitt (von der Gesamtkarte, unskaliert) mit der genauen Größe und Position des gewünschten Staatsgebietes.

    Mein Einwand bezog sich in der Hauptsache natürlich nicht auf das Forenbanner, aber im Hinblick auf die Tatsache, daß die Karte noch nicht fertig ist (diverse Änderungswünsche, Eintragung Dreibürgens und Wislaniens), erscheint es mir problematisch jetzt bereits Reservierungen entgegenzunehmen.

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    d. Die Erfüllung der vom Kuratorium festgelegten Mindestpunkte des Bewertungsantrages (Mindestpunkte sind noch nicht festgelegt

    Auch ist der Bewertungsbogen scheinbar noch nicht fertig.

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    Original von Vesta Spondylos
    Da frag ich mich, wieso jemand das Christentum simulieren sollte - das Christentum muss man nicht simulieren, dass gibt es RL schon. Da kann ich gleich Deutschland oder Oesterreich simulieren.


    Ganz einfach, weil man nur so vorhandenes Wissen einbringen und übertragen kann und somit die Simulation mehr Tiefgang und den nötigen Grundkonsensus erhält.

    Genauso könnte man mit dieser Logik ja auch sagen: Warum überhaupt Mikronationen? Mikronationen drehen sich um Menschen und Menschen gibt es RL ja auch schon. Warum Schwerkraft, warum Äpfel ... Warum nicht grünviolett gepunktete Schweine mit menschenähnlicher Intelligenz und der Vorliebe für purpurne Zipfelmützen.

    Man käme ohne Richtschnur niemals auf ein gemeinsames Konzept, es sei denn einer oder wenige würden es diktieren.

    Ich halte auch den Vorschlag Neuenkirchens für am besten geeignet, möchte allenfalls mal die Frage aufwerfen, ob er in Dunkelblau mit beigem Teilstreifen nicht noch besser aussähe. (Gewissermaßen der untere Teil in tiefem Blau, der Bogen in der Mitte Beige und das obere Teil etwas helleres Blau, aber insgesamt nicht zu sehr farbgesättigt).

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    Original von Wolfram Lande


    *hüstel*

    Ja Irkanien hat in gewisser Hinsicht eine Sonderstellung, das will ich gerne einräumen, aber letztlich ist es doch auch zu einem großen Teil ein Konglomerat aus Eklektizismus und Weiterentwicklung (germanische Schrift, japanische Zahlzeichen, germanischer Glaube). Irkanien ist zwar nirgends direkt abgekupfert, in seiner Gesamtheit einzigartig und sicher eine kreative Leistung, aber dennoch kann man das meiste was Irkanien ausmacht anderen Kulturen zuordnen.

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    Weil dass vielleicht auch gar nicht die Intention der MNs ist?
    Sowas, wa du beschreibst, passt wohl besser in die Weltenbastler-Szene.

    Hinter meiner Aussage stand überhaupt keine Kritik, ich wollte damit lediglich der Haltung entgegenwirken, man müsse nur um des anders-machen-Wollens auf Biegen und Brechen der RL-Welt etwas entgegensetzen.

    Um Christentum simulieren zu können, braucht man zwangsläufig auch das Judentum und für den Islam gleich beide anderen Religionen, ohne Papst gäbe es wiederum keinen Protestantismus als Gegenbewegung usw. usf.

    Man kann natürlich auch sagen, nein das ist langweilig, so machen wir es nicht und überlegen uns was Eigenes, aber dann muß man eben auch weiter denken und nicht Fragmente zusammenstückeln die in ihrer Gesamtheit keinen Sinn ergeben. Die OIK steht für konzeptionelle Systemlosigkeit, die CartA sollte nicht für ein als System verkauftes Chaos stehen bei dem der einzelne auf seinen Nachbarn Rücksicht nehmen muß, ohne daß am Ende aber ein Gewinn für die Allgemeinheit dabei herauskäme.

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    Original von Vesta Spondylos

    Ganz ehrlich: Nein! Inzwischen sollte doch jedem klar sein, dass RL-Kopien nicht gut fuer die MNs sind.

    Das ist ganz und gar nicht klar - alles was nicht moderat abgekupfert, weiterentwickelt (etwa Germanen oder Römer in die Neuzeit hieven) oder eklektizistisch zusammengeschustert ist, hat noch nirgends funktioniert oder keinen Tiefgang. Ich wüßte keine einzige Mikronation in der man wirklich durchgehend kreativ war (einfach die primitivsten Grundsätze von Linguistik, Anthropologie usw. zu mißachten hat mit Kreativität wenig zu tun) und mit Erfolg ihr eigenes Ding gemacht hätte.

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    Ein Papst als religiöser Führer ist ja okay, aber einen Kirchenstaat finde ich nun lächerlich rL-kopiert. Fehlen bloß noch ein vL-Mekka, ein vL-Jerusalem, -Bethlehem etc.

    Warum nicht, damit wüßte man dann auch umzugehen.

    Letztlich ist es allerdings hinsichtlich des Papstsitzes in Bezug auf die Simulierbarkeit egal, ob das Papsttum einen eigenen Staat erhält, oder ob es in einem Land residiert (sofern sich ein Land findet, daß eine Verquickung seiner eigenen Geschichte mit dem Papsttum für akzeptabel hält). Der Sitz sollte nur eben nicht gerade aus falschverstandener Kreativität in Astor oder Xinhai sein.